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"Voll auf Musik"

Glück und Aufbruchsgefühle


Francisceer luden innerhalb der Kulturfesttage zu Abend mit Liedern, Musikstücken und Lyrik


Cindy Schmidt, Marie Giest und Janet Gudella
Im Programm "Voll auf Musik" des Zerbster Francisceums stellten Cindy Schmidt, Marie Giest und Janet Gudella zwei Titel von James Blunt vor.

"Ich hoffe, dass Sie voll auf Musik sind", sagte Josien van Kampen und begrüßte damit alle Besucher des diesjährigen "Voll auf Musik" am vergangenen Freitagabend. Nach dem Premierenerfolg des letzten Jahres veranstaltete das Gymnasium Francisceum auch in diesem Jahr wieder diesen Musik- und Literaturabend im Rahmen der 41. Zerbster Kulturfesttage.

Von Stefan Rohm , Volksstimme vom 15.03.2006

    Zerbst. Die Zuschauer und Zuhörer in der wieder einmal fast vollständig gefüllten Aula des Francisceums erwartete ein Programm, bestehend aus "Pop, Rock, Jazz in Liedern und Musikstücken, umrahmt von lyrischen Texten".
    Nach der Begrüßung von der ebenfalls am Programm mitwirkenden Josien van Kampen ging es mit Julia Zander (Gesang) und Mareike Teichmann (Klavier) richtig los. Sie beeindruckten mit ihrem Lied "Superman" von "Five for Fighting" durch musikalische und künstlerische Ausdrucksstärke, von der das ganze Programm ausnahmslos geprägt war.


    Weiterhin verzichteten die Organisatoren auf eine Moderation zwischen den Vorführungen, was aber gut ins Konzept passte. Einerseits konnten sich alle Zuhörer mit den ausreichend vorhandenen Programmen über Lieder und Interpreten informieren. Andererseits trug der Verzicht einer Moderation dazu bei, dass sich die Besucher ganz von den mitwirkenden Musikern sowie den Rezitatoren verzaubern lassen konnten.

Josien van Kampen und Jan Kraemer
Josien van Kampen (Gesang) und Jan Kraemer (Gitarre)

    So erlebten alle Anwesenden unter anderem Jan Kraemer, der Lieder von Eric Clapton auf der Gitarre spielte, Cindy Schmidt (Klavier/Gesang), Marie Giest (Gesang) und Janet Gudella (Gesang), die gleich zweimal Lieder von James Blunt perfekt vortrugen, "Fire and Rain" von Josien van Kampen (Gesang) im Duett mit Hendryk Wörlitz (Klavier) oder auch Sebastian (Gesang) und Stefan Köcher (Drums) sowie Christian Elz (Klavier) mit "Somewhere only we know" von Keane. Ergänzt wurden die musikalischen Darbietungen durch Rezitationen moderner Literatur. Henriette Gohla, Anke Jensen, Caroline Schleinig, Maria Schildt, alle vier Schülerinnen der 13. Klassen, gaben unter anderem "Heller Wahnsinn" von Ulla Hahn, "Die Entwicklung der Menschheit" von Erich Kästner und "Das trunkene Lied" von Friedrich Nietzsche zum Besten.

Stefan und Sebastian Köcher sowie Christian Elz
Den Beifall der fast vollständig gefüllten Aula erhielten auch Stefan und Sebastian Köcher sowie Christian Elz für ein Stück von Keane.                                                        Fotos (5) Stefan Rohm

Maria Schildt
"Einige Worte zum Bild" hieß das Gedicht von Robert Gernhardt, das Maria Schildt -mit Bild- vortrug.

    Unterbrochen wurde das Programm nach etwa einer dreiviertel Stunde von einer Pause, in der sich jeder mit Sekt, Kaffee bzw. Kuchen und Würstchen versorgen konnte.     Das alles boten die 13. Klassen an, um mit dem Erlös Teile ihrer Abiturfeierlichkeiten finanzieren zu können. Dank des stark vorhandenen Nahrungsbedürfnisses und des humanitären Hintergedankens fast aller Besucher konnte starker Umsatz gemacht werden.     "Bei solcher Musik merkt man wieder, wie schlimm es ist, alleine zu sein."     Nach etwa 20 Minuten Versorgungspause wurde dann das Programm fortgesetzt und wieder konnten stark vorgetragene Rezitationen bewundert werden. So beispielsweise Maria Schildt (Gitarre/Gesang) mit "Bunte Scherben" von Keimzeit oder "Think of me" aus dem Musical "Phantom der Oper", vorgetragen von Claudia Moller (Gesang) und Michael Thiemann (Klavier).     Zum Abschluss präsentierten Sebastian Köcher (Gesang/Gitarre), Gerald Schuster (Gitarre) und Janet Gudella (Schlagzeug) mit "Friend of mine" eine Eigenkomposition.

Sebastian Köcher, Gerald Schuster und Janet Gudella
Sebastian Köcher (Gesang/Gitarre), Gerald Schuster (Gitarre) und Janet Gudella (Schlagzeug) mit "Friend of mine"

    Unterstützt wurden die Mitwirkenden durch die sehr gute Stimmung des Publikums, das jeden Beitrag mit emotionsvollem und stürmischem Beifall würdigte. Dies konnte auch nicht gestört werden, als Josien van Kampen und Jan Kraemer leidvoll erfahren mussten, dass, wie die mitorganisierende Lehrerin Angela Köcher meinte, "alles live" sei, als das Verstärkerkabel an Jans Gitarre partout nur noch stellenweise funktionieren wollte.     Beide nahmen die Situation jedoch gelassen mit einem Lächeln. Dieses Problem war auch das einzige am gesamten Abend, der ohne Zweifel von den mitorganisierenden Lehrerinnen Angela Köcher (Musik) und Viola Mohs (Rezitationen), den Mitwirkenden und vom Publikum als überaus erfolgreich angesehen werden konnte.     Dass fast nur langsame, ruhige Musikstücke und träumerische sowie nachdenklich machende Literatur vorgeführt wurden, stellte sich im Nachhinein als kluge Wahl heraus, denn jeder, der diese Veranstaltung miterleben durfte, verließ die Veranstaltung mit einem zufriedenen Lächeln.

Teilnehmer
Einige Teilnehmer der Veranstaltung "Voll auf Musik"
Hintere Reihe: Sebastian Köcher (11/4), Christian Elz (12/6), Michael Thiemann (13/4), Gerald Schuster (13/4)
Mittlere Reihe: Julia Zander (11/5), Maria Schildt (13/3), Anke Jensen (13/3), Carolin Schleinig (13/2), Henriette Gohla (13/4)
Vordere Reihe: Josien van Kampen (12/4), Cindy Schmidt (13/4), Marie Giest (13/1), Janett Gudella (13/1)

Nicht auf dem Foto: Mareike Teichmann (11/5), Jan Kraemer (12/2), Claudia Moller (13/4), Stefan Köcher (Abi 2003), Hendryk Wörlitz (Abi 2003)                                              Foto Torsten Huß

    Dieser Abend zeigte einmal mehr, wie eine klug gewählte Kombination aus Literatur und Musik Menschen zum Nachdenken anregen, aber auch Menschen glücklich machen kann, indem sie in den träumerischen und melancholischen Darbietungen ein Aufbruchsgefühl entdeckten, welches ihnen half, diesen Freitagabend glücklich und zufrieden ausklingen zu lassen.

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